Integratives-systemisches EMDR-Coaching

Was ist integratives EMDR?
EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing, was auf Deutsch Desensibilisierung und Verarbeitung mittels Augenbewegungen bedeutet. Seit 2006 ist EMDR als wissenschaftlich begründete Psychotherapiemethode anerkannt, mit der z.B. Traumafolge-, Angst- und Panikstörungen behandelt werden können.

https://www.aerzteblatt.de/archiv/148764/Eye-Movement-Desensitization-and-Reprocessing-(EMDR)-Eine-ungewoehnliche-Form-der-Psychotherapie

Das zentrale Element der EMDR-Behandlung ist die Nachverarbeitung der belastenden Erinnerung mit gekoppelten Gefühlen unter Nutzung der Augenbewegungen wie in der REM-Phase des Schlafes. Der Patient folgt den Fingern des Therapeuten mit den Augen, während dieser seine Hand vor den Augen des Patienten bewegt. Diese Stimulation unterstützt das Gehirn, die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und die belastenden Erinnerungen zu verarbeiten – positive Gefühle zu etablieren.

Ablauf einer Sitzung:
1.) Anamnese und Behandlungsplan (Information des Patienten über Ablauf etc.)
2.) Stabilisierung und Vorbereitung
3.) Bewertung des Traumas bzw. der Gefühl anhand einer Skala
4.) Desensibilisierung & Prozessing („Handbewegungen“)
5.) Überprüfung der Veränderung
6.) Eventuell Verankerung von positiven Gefühlen
7.) Überprüfung der Veränderung
8.) Abschluss & Nachbefragung

Im Verlauf der Sitzung verblasst die belastende Erinnerung so schrittweise und die Symptome des Traumas werden im Idealfall gänzlich aufgelöst. Die Patienten lernen, mit den alten traumatischen Erinnerungen, Gedanken und Gefühlen umzugehen und können so eine neue, angemessenere Perspektive auf das Geschehen entwickeln.

Mit integrativem EMDR können zum Beispiel behandelt werden:
• Auswirkungen belastender Lebenserfahrungen (z.B. Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)
• Angst- und Panikstörungen
• Trauer nach Verlusterlebnissen, Depressionen
• Chronische Schmerzen